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	<title>Magazine Imperiale di Geografia</title>
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	<description>Geographicés imperiáles &#124; Embratureyah Gugrafeya Magalah</description>
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		<title>Die Dritte im Bunde</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 16:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>De Rossi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[MELTANIA]]></category>
		<category><![CDATA[SONDERAUSGABEN]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 10. September ist das Königreich Meltanien Mitglied der Intesa Cordiale. Das Magazine Imperiale will das neue Mitglied der Intesa-Staatenfamilie mit einem besonderen Artikel würdigen. Lernen sie auch im Magazine Imperiale die dritte Perle am Medianik kennen.

Sommer, Sonne, Siesta
35° Celsius im Schatten. Am Strand laufen, leicht bekleidet, Tausende von Touristen vorbei, in der Raucherecke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit dem 10. September ist das Königreich Meltanien Mitglied der Intesa Cordiale. Das Magazine Imperiale will das neue Mitglied der Intesa-Staatenfamilie mit einem besonderen Artikel würdigen. Lernen sie auch im Magazine Imperiale die dritte Perle am Medianik kennen.</strong></p>
<p><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2010/09/mel1.png" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Sommer, Sonne, Siesta</h3>
<p>35° Celsius im Schatten. Am Strand laufen, leicht bekleidet, Tausende von Touristen vorbei, in der Raucherecke konsumieren einige ihren Tabak und ihr Cannabis. Siesta-Zeit. Das ist Meltania. Gegenüber steht eine Kirche, mehrere Dutzend Meter hoch, wirft sie ihren Schatten auf die breite Strasse. Gläubige Christen, mit langer Hose und einer Entschlossenheit im Gesicht eilen in das kühle Kirchenschiff – unter ihnen auch ein schwules Pärchen. Nach außen dringen die Töne eines Messgesanges. Auch das ist Meltania. Kaum ein Land steht wahrscheinlich so im Widerspruch zwischen Tradition, Kirche und Monarchie auf der einen, Gelassenheit, Party und Moderne auf der anderen Seite. Aber irgendwie kommen die Menschen damit zurecht. Kein anderes Land hat es geschafft, die Differenzen zwischen Tradition und Moderne so zu verwischen wie Meltania. Religion und Königtum sind hier keine Dinge, denen längst ausgestorbene Generationen nachtrauern. Nein, sie sind eingebettet in eine Welt der Moderne. Der junge Geschäftsmann von heute geht frühmorgens in die Kirche, bevor er sich in den Arbeitsalltag stürzt. Zum Entspannen besucht er eine der zahlreichen Diskotheken an der Costa del Sol. Diese unique Diversität aber, ist bedingt durch viele verschiedene Faktoren: unsere Geschichte, unseren Charakter, aber auch die Geographie: Meltanía hat eine unglaublich lange Küstenlinie, an welcher sich Touristen wie einst Fische in den Partyhochburgen tummeln. Und doch geht die Kultur dabei nicht verloren.</p>
<blockquote style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">„Wir haben etwas einzigartiges geschaffen. Die Generation der 70’er hat den Aufbruch erlebt, und während wir die Moderne suchten, brauchten wir etwas, woran wir uns festhalten konnten. Dies war, was uns auch während der Repression Hilfe gegeben hat: Die Kirche und das alte Meltanía. Herausgekommen ist etwas, was man nicht mit Worten beschreiben kann – typisch meltanisch eben.“ – <strong><em>Primero</em></strong><em>, meltanischer Fussballnationalspieler</em></p>
</blockquote>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;">Der Tourismus als Magnet</span></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;">Eben diese meltanische Kultur zeichnet unser Land aus, und die Gelassenheit, welche unsere Landsmänner und –frauen besitzen, ist ein weiteres Charakteristikum. Ob es wohl daran liegt, dass unsere Strände und Hotels Jahr für Jahr von Abermillionen ausländischen Touristen besetzt werden? Sogar für uns Meltanier ist unser eigenes Land das Reiseziel Nummer Eins. Aber das war nicht immer so. Der Tourismus hat sich erst seit dem Zusammenbruch der Diktatur entwickelt, nachdem er im Bürgerkrieg komplett zusammengebrochen ist und auch in der Diktatur – verständlicherweise – keinen nennenswerten Aufschwung erlebt hat. Die Regierungen setzten auf massive Werbekampagnen und eine Offenheit, die man sonst selten findet. Die meltanischen Eigenarten, eben diese Verquickung von Tradition und Moderne, wurden als Angelpunkt jeglicher Werbestrategien wahrgenommen. Mittlerweile ist die Costa del Sol weltbekannt für ihre zahllosen Discotheken, Clubs und Bars. Aber auch hier gibt es den Gegensatz: In der Altstadt von Capitalia beispielsweise gibt es ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Zeitgleich sind Städte entstanden, die ohne den Tourismus gar nicht über die 2.000-Einwohner-Marke gekommen wären. Zu nennen ist hier insbesondere das „Band der Bettenburgen“, welches sich von der Grenze zu Dionysos‘ über Arredonde zu seinem Kristallisationspunkt Videres erstreckt, weiter bis nach Vilanova. Die ganze torderanische Küste eben. Der billige Pauschaltourismus, der hier vorherrscht, ist jedoch nicht jedermanns Sache. Im Winter sind diese Städte ausgestorben, die Autobahn sogar geschlossen. Dann verlagert sich der Tourismus in den Süden, nach Vejar oder Cranada. Hier, direkt am Medianik gelegen, schmeichlerisch auch „Costa de los Playas“ genannt (Küste der Strände), entwickelt sich gerade ein zweites Band der Touristenhochburgen. Obwohl es im Sommer zu warm sein scheint, ist hier ein ganzjähriger Betrieb. „Als ich vor zehn Jahren angefangen habe, hieß es, ich bekomme nur befristete Verträge für den Sommer, je nach Belegung der Hotels. Heute arbeite ich in einem 1000-Zimmer-Monstrum auf Vollzeit und das ganze Jahr durch“, sagt uns ein anonymer Hotelmitarbeiter in Cranada.</span></p>
<p><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2010/09/mel2.png" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Idylle und Seelenurlaub</h3>
<p style="text-align: justify;">Es ist interessant, dass dieser Trend zum Massentourismus nicht durch einzelne „grüne“ Bewegungen aufgehalten wird. Es gibt allerdings zahlreiche Naturschutzreservate und weniger frequentierte Plätze. So wurde sehr oft befürchtet, dass die Gegend um Roda de la Recape sich an der Südküste der Halbinsel zu einem gewaltigen Touristenslum entwickeln würde. Der Ausblick auf die Megalopolis ist perfekt, und die Temperaturen sind nicht zu warm, nicht zu kalt – für eine 8-monatige Saison ideal. Doch dazu ist es nie gekommen. Zum einen legen die Neuinvestoren nicht in kaum erschlossene, spärlich angeschlossene Gebiete an, zum anderen ist die Attraktivität der drei Hotelballungszentren derart hoch, dass quasi jede Massentourismusinvestition dort getätigt wird. Nichts destotrotz wurde das Gebiet um Roda de la Recape aufgrund seiner einzigartigen Schönheit an den Küsten zum „Kulturerbe“ erklärt.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch dort findet sich kein alternativer Tourismus. Der Grund ist sehr einfach: Während sich die Pauschaltouristen allesamt an den Stränden abladen, reist der umweltbewusste Pilger auf der Suche nach Relax in das Landesinnere. Übrigens 63% der Bevölkerung wohnen an der Küste. Sobald man die Autopista bei Pliego im Norden Farajáns verlässt, hat man eine Auswahl an verschiedensten Naturpfaden durch die goldenen Ebenen, auch Kornspeicher Meltanias bezeichnet. In dieser Llanura de Oro (Goldene Tiefebene) ist die Infrastruktur so ausgebaut, dass der rastlose Wanderer alle Dutzend Kilometer eine Übernachtungsstätte findet. Das Konzept hier ist eindeutig Qualität, nicht Quantität. Nichts desto trotz gibt es auch hier kleinere Herbergen, und von Pliego werden Touren in die wunderschönen Panoramen der Berge unternommen. Berühmt ist auch der Pilgerweg zwischen dem xeruskischen Elantxobe über die Berge nach Pliego und La Luisiana. Jährlich wandern 70‘000 Menschen auf diesem Weg. Auch dies ist eine Verbindung von katholischer Tradition und neuzeitlicher Moderne, wenn wir sehen, wie Jugendliche mit MP3-Playern und Fahrrädern diesen Weg abfahren – aber immer mit dem Ziel vor Augen, immer mit dem Wissen des Hintergrundes. Aber wenden wir uns dem Ausgangsort dieses Pilgerweges zu – der liegt nämlich im bereits erwähnten Land der Xeruskadi.</p>
<h3 style="text-align: justify;">3 Kulturen, eine Nation</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Xeruskadi werden von den Küstenbewohnern leicht spöttisch „Bergvölkchen“ genannt, für die Unwissenden sind sie eine Minderheit, die nicht auffällt, die keine Kultur mehr hat sondern untergegangen ist im Strom der assimilierten Meltanier. Aber das stimmt nicht. Sobald jemand nach Arrigoti oder Utxaso kommt, wird er eines besseren belehrt. Hier spricht man kein Meltanisch, hier spricht man Xeruskisch. Obwohl in dem mittlerweile etwas internationaleren, etwas größeren Zubieta Meltanisch immer mehr an Bedeutung gewinnt, und eigentlich jeder Xeruske auch diese Sprache als Zweitsprache fließend kann – in den Zentren der xeruskischen Kultur sind es die Touristen und Meltanier, die sich anpassen müssen. Aber auch abgesehen von der Sprache, ist es die Ländlichkeit, die überrascht – in den Städten treiben Hirten ihre Ziegen umher, und auf den Wochenmärkten wird noch frischer Ziegenkäse feilgeboten. Das Leben hier ist ruhig, aber langsam. Wer noch am ehesten das Meltania vor der Moderne ansehen will, der sollte dies hier tun. Die Urdörfer, oft noch aus Holz und Reisig gebaut, sind nichts für Touristen. Fremdlinge, sofern sie denn in größeren Scharen auftreten, werden einfach vertrieben. Aber doch gelten die Xeruskadi als gastfreundlich und intelligent. Vor allem aber katholisch. Sie sind noch der gläubigste Teil, und vor allem hat die Kirche hier ihr Fundament verankert. So war dem Victor-Regime das Xeruskenland doppelt ein Dorn im Auge: Die Kultur, aber auch die Religionstreue ließen die Region fremdartig erscheinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt noch eine andere Region. Sie ist groß und generiert über 40 Prozent des meltanischen BIP. Sie heißt Tordera und wird oft nicht mehr als solche wahrgenommen, denn an ihren Grenzen ist der Übergang fließend. Aber tatsächlich sind auch die Torderaner ein eigenes Volk, denn ihre Sprache – geringschätzig auch als Dialekt bezeichnet – unterscheidet sich. Die Haupstadt Torderas, Sant Andreu, ist zum Sinnbild der Moderne, des Aufschwunges geworden. Kaum eine Stadt boomt so grün wie Sant Andreu. Während die Konglomerate an der Costa del Sol sich mit immer mehr Problemen konfrontiert sehen und die Stadt ungeheure Ausmaße annimmt – ist ausgerechnet die Hauptstadt der Moderne mit hohen Wachstumsraten bei vergleichsweise wenig Problemen gesegnet. Die Stadt ist vor allem eines: reich. Schon früh im 19. Jahrhundert bildeten sich in Sant Andreu als Zentrum der Industrie auch demokratische Bewegungen, und vor allem war Tordera zu dieser Zeit der einzige wirtschaftlich starke Flächenstaat Meltanías. Der Hort der meltanischen Demokratie nutzt heute seine Ersparnisse, um die Stadt zu verjüngen und von der Industrie, welche immer noch einen überdurchschnittlich großen Teil der Arbeitsplätze stellt (53%), auf die Dienstleistungen umzusatteln.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Verhältnis der beiden Stämme zum Königreich war nicht immer einfach. Obwohl Tordera lange Zeit dominierend war im Staatsgefüge des 19. Jahrhunderts, hat es diese dominante Position schon längst eingebüßt – von Xeruskadi gar nicht zu reden. Heute, im Zeitalter der Globalisierung, müssen einzelne Landesteile umso mehr zusammenrücken. Aber auch das ist spezifisch für Meltania – so wie Tradition und Moderne sich ergänzen, kohabitieren auch die unterschiedlichen Kulturen miteinander. Irgendwie geht das schon. Man ist in erster Linie Torderaner, aber in zweiter auch Meltaníer. Fußball eint genauso. Irgendwas zwischen eigenem Völkchen und großer Nation. Und da steht auch der Intesa-Beitritt nicht im Weg, denn die Meltanier sind offen für neues, und wissen dabei ihr eigenes zu wahren.</p>
<p><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2010/09/mel3.png" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Megalopolis im Umbruch</h3>
<p style="text-align: justify;">Zurück an der Costa del Sol: 9,2 Millionen wohnen, arbeiten, leben hier. Die reichste Region Meltanias generiert einen Wohlstand, der Bürger aus den kleinsten Dörfern wie aus den Großstädten anlockt. Das Wachstum seit den 70’ern ist exponentiell, und doch tuen sich Probleme auf: Müll, Verkehr, Armut. Eine bewusste Trendumkehr wird versucht. Aber trotzdem gewinnt dieses wirtschaftliche Ballungszentrum – bestehend aus 23 Städten und 56 Gemeinden – eine große Bedeutung. Ungeachtet aller Probleme ist das Stadtviertel Peradad in Capitalia Sinnbild der Moderne: Eine Skyline mit teilweise 300 Meter hohen Türmen, die höchsten Immobilienpreise, internationale Bankensitze. Städte wie Faraján, das Agglomerationszentrum Castilblancos, folgen diesem Beispiel und legen sich ein eigenes Dienstleistungszentrum zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber das wahrscheinlich einprägendste Bild der heterogenen meltanischen Kultur findet man auf dem Umbruch zwischen Peradad und der Altstadt: Eine Luxuseinkaufsmeile aus Peradad mündet in der Altstadt und endet über einer Subta-Station auf einem Kirchenvorplatz. Die Kirche wirft ihren Schatten auf das Geschäftsviertel und von der Ferne teilt sich der Kirchturm mit den Bürohochhäusern die Skyline. Das ist Meltania – Tradition und Moderne.</p>
<hr style="text-align: justify;" />
<p style="text-align: justify;"><a href="http://kartographie.be/autodromo2009.jpg"><img style="float: left; border: 0px initial initial;" title="logo-klein" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png" alt="logo-klein" width="18" height="26" /></a> (c) 2010, meltania.de &amp; <small>Magazine Imperiale di Geografia</small></p>
<p style="text-align: justify;">
<hr style="text-align: justify;" />
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Gesamtkarte Meltania</strong> &#8211; <a href="http://meltania.de/karterela4.swf" target="_blank">Link, zoombar, swf</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere ausgewählte Karten:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #666666; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURLHover.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; text-decoration: none; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://www.abload.de/img/santandreuausschnitte6ge.png">http://www.abload.de/img/santandreuausschnitte6ge.png</a> &#8211; Liniennetz Sant Andreu<br style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;" /><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #333333; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURL.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://www.meltania.de/subta.pdf">http://www.meltania.de/subta.pdf</a> &#8211; Subterraneo (Metro) Capitalia<br style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;" /><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #333333; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURL.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://meltania.de/cercanias.pdf">http://meltania.de/cercanias.pdf</a> &#8211; Cercanias Costa del Sol<br style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;" /><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #333333; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURL.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://www.abload.de/img/sa_circuited36.png">http://www.abload.de/img/sa_circuited36.png</a> &#8211; Circuit Sant Andreu<br style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;" /><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #333333; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURL.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://www.abload.de/img/farajanmetroxa7s.png">http://www.abload.de/img/farajanmetroxa7s.png</a> &#8211; Metro Faraján<br style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis;" /><a style="unicode-bidi: embed; text-overflow: ellipsis; cursor: pointer; color: #333333; background-image: url(http://forum.meltania.de/wcf/icon/externalURL.png); margin-right: 3px; padding-right: 15px; background-position: 100% 50%; background-repeat: no-repeat no-repeat;" href="http://img12.abload.de/img/stadtplancape8dj.png">http://img12.abload.de/img/stadtplancape8dj.png</a> &#8211; Stadtplan Capitalia</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Autor: Luis Naraino</em></p>
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		<title>L&#8217;Autodromo Nazionale</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 23:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>De Rossi</dc:creator>
				<category><![CDATA[GRAN NOVARA]]></category>
		<category><![CDATA[SONDERAUSGABEN]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 20. bis zum 22. November findet in Tiezzo wieder der traditionelle Gran Premio di Novara im Rahmen der Serie Re statt. Dem MIG ist dieser Anlass eine große Sonderausgabe wert, welche sich der alten und ehrwürdigen Anlage widmet und den Fans eine exklusive Sonderkarte bietet.

Vom Hippodrom zum Schlachtfeld
Schon vor 2000 Jahren war der Bereich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 20. bis zum 22. November findet in Tiezzo wieder der traditionelle Gran Premio di Novara im Rahmen der Serie Re statt. Dem MIG ist dieser Anlass eine große Sonderausgabe wert, welche sich der alten und ehrwürdigen Anlage widmet und den Fans eine exklusive Sonderkarte bietet.</strong><span id="more-84"></span><br />
<img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/10/aut1.jpg" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Vom Hippodrom zum Schlachtfeld</h3>
<p>Schon vor 2000 Jahren war der Bereich, an dem heutzutage potente Boliden um Ruhm und Ehre ihrer Fahrer kämpfen, ein Ort des Wettkampfes. Im Jahr 9 vor Christus erbaute der medianische Statthalter für Colonia Veneria Cornelia Tiesium (Tiezzo) vor der Stadt ein einfaches Hippodrom, um zum Einen dem in der Region ansässigen Stamm der Maraten eine gefällige Unterhaltung zu bieten, und zum anderen um für seine hochdekorierte Pferdezucht einen entsprechenden Darstellungsrahmen zu bieten.<br />
Dem Provisorium folgte im Jahr 34 n.Chr. ein fester Steinbau mit Tribünen für immerhin 2000 Personen. Mehr als Colonia Veneria Cornelia Tiesium zu dieser Zeit an Einwohnern hatte.<br />
Doch blieb das Pferderennen nicht die einzige Form der Veranstaltungen in der Anlage. Während der Hochzeit des antiken Imperiums ritt man dort fast alles, was vier oder mindestens zwei Beine hatte. Auch Wagenrennen wurden dort veranstaltet, woraus sich der für die Region typische einrädrige Streitwagen entwickelte, der in der letzten Schlacht um Terra Sassoni eine nicht unwichtige Rolle spielte.<br />
Im dunklen Zeitalter verfiel die Anlage größtenteils. Der Ort blieb dennoch im Gedächtnis der Menschen, vor allem weil dort der Haupthandlungsort der Befreiungschlacht der Maraten gegen die Truppen der &#8220;Vereinigten Großbischöfe&#8221; im Jahr 1546 zu finden ist. Diese bewegte Geschichte sorgt noch heute dafür, dass bei Bauarbeiten auf dem Gelände wertvolle Funde aus allen Zeitaltern zu Tage treten und Projekte manchmal um Monate verschleppen. Der Ausbau der Strecke 2007/2008 dauerte wegen des Fundes eines größeren Gräberfeldes etwa 16 Monate.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">STECKBRIEF AUTODROMO TIEZZO</h4>
<p style="text-align: justify;">
<strong>Name:</strong> Autodromo Nazionale Tiezzo<br />
<strong>Kürzel:</strong> ANT<br />
<strong>Hauptwettbewerb:</strong> Gran Premio di Novara<br />
<strong>Ort:</strong> Tiezzo, Fstm. Marati, Regno di Gran Novara<br />
<strong>Länge:</strong> 7460m<br />
<strong>Zuschauerfassung:</strong> 180.000<br />
<strong>Unfälle:</strong> 1.263
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>- aus dem &#8220;Handbuch der internationalen Rennstrecken&#8221; der Formula A 2009 </em></p>
</blockquote>
<p><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/10/aut3.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/10/aut3.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Gründerjahre</h3>
<p>Doch zunächst zur Rennstrecke in ihrer ersten modernen Erscheinungsform. Der im Jahre 1893 in der Nähe des antiken Hippodroms erbaute Exerzierplatz der Kolonialstreitkräfte wurde im Jahr 1916 zu einer Kraftfahrzeugversuchsanstalt der Armee umfunktioniert. Anfangs existierte nur ein etwa 3km langer Rundkurs, dem ein Jahr später zwei, für damalige Zeiten, sehr stattliche Rundkurven beigefügt wurden. Ab 1918 wurde die Anlage auch für das frisch gegründete Automobilunternehmen Rossi Automobili freigegeben, welches noch heute dort umfangreich testet und das Autodromo als Hausstrecke bezeichnet. Die militärische Nutzung verlagerte sich zu dieser Zeit auf das naheliegende Umland, woraufhin die Strecke vermehrt auch wohlhabenden Privatleuten zur Verfügung stand, welche sich vor allem an den Steilkurven den einen oder anderen Freizeitspaß gönnten.</p>
<p>Das Jahr 1921 kann als Geburtsstunde des Autodromo als moderne Rennstrecke gelten, da Automobili Rossi das Gelände vom Militär erwarb und dort umfangreiche Baumaßnahmen unternahm. Es entstand der Streckenverlauf, der bis 2007 als typisch für novarische Rennanlagen galt und Vorbild vieler weiterer Anlagen diente. Mit dem Gran Premio di Tiezzo fand am 27.11.1921 das Eröffnungsrennen statt. Noch heute findet der Gran Premio di Novara der höchsten Rennklasse alljährlich im November statt, bis auf eine Ausnahme im Jahr 2007. Die Strecke galt schon damals als überaus gefährlich und forderte den Fahrern und dem Material über die Jahre stets das Höchstmaß an Professionalität ab.<br />
Wie bei den alten Medianen dient der Parcours auch heute noch verschiedensten Disziplinen. Tiere nehmen zwar nicht mehr im großen Stil an Rennereignissen teil, jedoch erinnert das regionale Pferderückwärtsrennen im Mai noch heute an die Bräuche der Urväter der Anlage.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">MIG-LEBENSBILDER</h4>
<p style="text-align: justify;">Weiber, die haben ja alle keine Ahnung davon um was es dabei geht. Zumindest meine versteht das nicht. Die verdreht dauernd die Augen und verschwindet wenn ich Formel A schaue. Die hat schlicht kein Verständnis und ist so furchtbar ignorant dieser Materie gegenüber. Da kommt einem ja glatt der Vino wieder hoch. Die Motoren, der Geruch vom Benzin und dem warmen Asphalt wenn man live dabei ist. Wenn man vorm Fernseher sitzt der köstliche Vino und das gemütliche Zusehen. Die Spannung bei waghalsigen Manövern, das ist doch das höchste der Gefühle seit meine Frau mich auf Liebesentzug gesetzt hat zumindest. Diese animalische Kraft die von diesen Autos ausgeht ist einfach unglaublich. Hier findet die perfekte Symbiose aus Maschine und Mensch, aus Technik und Natur statt. Das Adrenalin und der Benzin, Antriebskraft für die wichtigsten Teile der Einheit Formel A. Wie kann man das nur nicht verstehen? Wenn man auf der Tribüne sitzt und die Autos vorbeisausen sieht. Der leichte Wind, den sie mit sich bringen. Dann zieht man tief die Luft ein und hält inne. Man lässt alles auf sich Wirken. Die Strecke, die anderen Fans, die Mechaniker in den Boxen, die Autos, die Rennfahrer, der Geruch des Benzins und der Reifen und die Geräusche des Fahrens, jedes mal erneut wenn einn Bolide vorbeibraust. Nur Barbaren können nicht die Faszination Formel A verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>- Giovani Puro, Dauerkartenbesitzer </em></p>
</blockquote>
<p><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/10/aut2.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/10/aut2.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Auf neuen Wegen</h3>
<p>Im Februar 2006 fand erstmals nach 25 Jahren wieder ein Rennen der Königsklasse auf novarischem Boden statt, welches aber noch mittelmäßig organisiert fern der alten Größe war. 2007 ging es dann richtig los.<br />
Obwohl ein internationaler Motorsportverband erst ein Jahr später gegründet wurde, fand in Gran Novara in diesem Jahr unter großem Aufwand ein erstklassiges Motorsportereignis statt. Eigens für das Rennen wurde das Autodromo in Tiezzo reaktiviert und renoviert. 14 Fahrer aus 12 Ländern nahmen an dem Rennen teil, 10 Teams qualifizierten sich für das Hauptrennen. Am Ende gewann Eric Smith aus Ratelon (Team Gale) das Rennen, vor Alberto Geriano aus Astarien (AstaMotors) und Jim Tres aus Volkby (13).</p>
<p>Die Rennstrecke wurde 2008 umfangreich modernisiert. Vor allem die Einrichtungen für die Zuschauer, sowie die Kommunikationsanlagen wurden den Ansprüchen der modernen Formula A angepasst. Ebenso wurde die Strecke erweitert. Sie ist damit für verschiedene Motorsportarten individuell anpassbar und wird seitdem für verschiedene Rennereignisse aller Sparten genutzt. Kritiker bemängeln sehr oft, dass mit dem Umbau die letzte Hochgeschwindigkeit der Neuzeit verschwand. Der Charakter der Rennen auf dem alten Streckenverlauf war deutlich intensiver von Vollgasanteilen geprägt, welche mit dem neuen verspielten Verlauf weitgehend verloren gingen. Trotzdem sind die Rennen auf dem ehrwürdigen Autodromo noch immer großartige Ereignisse, die mit der Anlage eine sichere, solide Grundlage haben und mit den Menschen der Region treue und begeisterungsfähige Fans.</p>
<hr />
<a href="http://kartographie.be/autodromo2009.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10" title="logo-klein" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png" alt="logo-klein" width="18" height="26" /></a><a href="http://kartographie.be/autodromo2009.jpg" target="_blank">Streckenplan</a>, 2009, novaTOPO für MIG</p>
<hr /><em>(c) 2009, <small>Magazine Imperiale di Geografia</small></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Land in dem die Löwen und Elefanten hausen..Kijanibonde!</title>
		<link>http://mig.kartographie.be/?p=57</link>
		<comments>http://mig.kartographie.be/?p=57#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>De Rossi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[TARGA]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der Veröffentlichung der neuen Kijanibondekarte durch novaTOPO, wird das Magazine Imperiale di Geografia diesem einzigartigen Land, das heute zu Targa gehört, einen Artikel widmen. Reisen sie mit dem Finger auf der Landkarte in eines der entlegensten Länder, das bis heute noch nicht vollkommen zivilisatorisch erschlossen ist.

Stämme, die eigentlich Völker sind
Ähnlich wie in Targa, gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anlässlich der Veröffentlichung der neuen Kijanibondekarte durch novaTOPO, wird das Magazine Imperiale di Geografia diesem einzigartigen Land, das heute zu Targa gehört, einen Artikel widmen. Reisen sie mit dem Finger auf der Landkarte in eines der entlegensten Länder, das bis heute noch nicht vollkommen zivilisatorisch erschlossen ist.</strong><span id="more-57"></span><br />
<img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/art2_1.png" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Stämme, die eigentlich Völker sind</h3>
<p>Ähnlich wie in Targa, gibt es in Kijanibonde verschiedene Stämme. Sind diese in Targa, jedoch eher mit Parteien und Großfamilien vergleichbar, so unterscheiden sie sich in Kijanibonde sowohl ethnisch, religiös als auch kulturell und durch den Einfluß den sie auf die Geschicke des Landes haben.</p>
<p>Während einige die Küste bewohnen und das moderne Leben des 21. Jahrhunderts führen, leben andere noch wie vor tausenden von Jahren und betreiben die alte Kunst der Ausdauerjagd, in der die Beute ohne Waffen zu Tode gehetzt wird, andere wiederum leben in den tropischen Wäldern des Landes und verteidigen erbittert ihre angestammte Heimat gegen Modernisierungsvorstöße von der Küste, und unterbinden Ansiedlungen von anderen Stämmen.</p>
<p>Immer wieder kam es zwischen den verschiedenen Völkern und Ethnien des Landes zu Kriegen und gewaltätigen Auseinandersetzungen. Die Verlierer und Gefangene in diesen Kriegen wurden zu Teilen versklavt und verkauft. Hauptabnehmer der Sklaven war das Königreich Targa, welches durch diesen Zufluß an Sklaven einen nicht zu verachtenden negriden Bevölkerungsteil erhalten hat.</p>
<p>Als sich jedoch die targischen Großkönige dem Humanismus verschrieben und sich nicht damit zufrieden geben wollten nur in Targa die Sklaverei abzuschaffen, eroberte das Königreich Targa in mehreren Expeditionen und Feldzügen die Länder Kijanibondes und ein tiefgreifender Prozess veränderte Kijanibondes.<br />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/9x6llfaz.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/9x6llfaz.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Das Land der 1000 Kulturen</h3>
<p>Die Stämme wurden geordnet und auf Abstand zueinander gehalten, damit es nicht zu Konflikten unter den Stämmen kam. Außerdem verband sich das targische Königshaus zur Festigung der Herrschaft über Kijanibonde durch Heirat hauptsächlich mit den schwächeren Stämmen Kijanibondes was heute dazu führt, dass sich im targischen Königshaus immer wieder dunklere Mitglieder finden und in Kijanibonde mancher Häuptling schon helle Haut hatte.</p>
<p>In der jüngeren Geschichte Kijanibonde namentlich seit dem Beginn der Kijanibondesischen Republik, hat sich das Klima zwischen den Stämmen und gegenüber den Targer und Mischlingen im Land verschärft. Die in Porini lebenden Völker sind in die Lage gekommen wirtschaftlichen und politischen Einfluss zu erlangen während die Ethnien in den Urwäldern und in Janwapori vergleichsweise eine marginale Rolle in der Wirtschaft und Politik spielen. Aufgrund dieser Ungleichheiten kommt es offen zu Ressitements gegenüber verschiedenen Stämmen und rassistische Ausschreitungen ereignen sich immer wieder.</p>
<p>Besonders an den Rand gedrängt sind oftmals die targische Minderheit in den Städten und Mischlinge zwischen einzelnen Ethnien Kijanibondes und zwischen Kijanibondesen und Targern. Sie stellen zwar einen nicht zu verachtenden Teil der Bevölkerung dar, ihr Einfluss geht aber häufig gegen Null eine große Ausnahme stellt der amtierende aber zurzeit schwer kranke Präsident Nguvu Mjinga dar. Noch heute trotz Republikanischer Staatsform und demokratischer Regierungsform stellen noch immer die Häutplinge der Ethnien und deren Würdenträger die Elite der Gesellschaft dar und haben einen enormen Einfluss auf Wahlverhalten und Besetzung von Regierungsämtern.<br />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/wasserflle.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/wasserflle.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Regenwald in Kichakakubwa</h3>
<p>Die kijanibondesische Provinz Kichakakubwa wird fast zur Gänze von tropischem Regenwals bedeckt.<br />
Dadurch konnten sich nicht nur die Stämme des Binnewaldes weitestgehend gegen Einflussnahme von Aussen zur Wehr setzen ( so war die targische Kolonialherrschaft über Kijanibonde in diesem Gebiet eher nomineller Art und konnte sich die spätere kijanibondesische Zentralregierung hier nicht recht behaupten), sondern hier findet sich ebenso eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt.<br />
Die riesigen Lakuga-Wasserfälle gehören zu den beeindruckensten der Welt und dürften in Zukunft ein touristisches Ziel erster Ordnung werden.<br />
Der Lakuga-Fluss stürzt sich hier über mehr als 70m in die Tiefe und hat sich an dieser Stelle einen canyon-artigen Einschnitt gegraben, zu dessen beiden Ufern sich schier unermessliche Urwaldlandschaften erstrecken.</p>
<p>Der Urwald Kichakakubwas darf mit allem Recht als Feucht- oder Regenwald bezeichnet werden, denn regnet es in diesem Djungel einmal nicht, so ist doch die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass viele Pflanzen das überschüssige Wasser mittels Guttation abscheiden, ein Vorgang, bei dem sich feine Poren an den Blattspreiten besonders grosser Blätter öffnen und so tropfenweise das Wasser, dass durch die normale Verdunstung nicht mehr von der Umgebungsluft aufgenommen werden kann, zu Boden fällt.<br />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/fleischfressendeorchide.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/fleischfressendeorchide.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Kichakakubwa dampft!</h3>
<p>Übrigens gedeiht hier- und nur hier- die Geburtshelfer-Orchidee.<br />
Sie wird so genannt, weil in ihren grossen, Schuhen ähnelnden Blüten die ebenso endemischen grün- undf Erdbeerfrösche laichen.<br />
Da diese Orchidde somit der &#8220;Kindergarten&#8221; dieser schönen und seltenen Frösche ist, trägt sie ihren Namen zurecht.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">STECKBRIEF KIJANIBONDE</h4>
<p><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/Flag_kijanibonde.png"><img src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/Flag_kijanibonde.png" alt="Flag_kijanibonde" title="Flag_kijanibonde" width="100" height="67" class="aligncenter size-full wp-image-78" /></a><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/Coa_kijanibonde.png"><img src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/Coa_kijanibonde.png" alt="Coa_kijanibonde" title="Coa_kijanibonde" width="70" height="67" class="aligncenter size-full wp-image-79" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Langform:</strong> Jamhuri ya Kijanibonde / Repulik Kijanibonde bzw. Kijanibondesische Republik<br />
<strong>Kurzform:</strong> Kijanibonde<br />
<strong>Staatsform:</strong> Präsidiale Republik<br />
<strong>Staatsoberhaupt:</strong> Nguvu Mjinga (Präsident)<br />
<strong>Hauptstadt:</strong> Sorati<br />
<strong>Fläche:</strong> 828.620,10 km²<br />
<strong>Einwohner:</strong> 46.825.000<br />
<strong>Bevölkerungsdichte:</strong> 56/km²<br />
<strong>Nationalfeiertag:</strong> 7. April<br />
<strong>Wahlspruch:</strong> Harambee! (Lasst uns zusammenarbeiten!)<br />
<strong>Religion:</strong> Naturreligionen / versch. christliche Konfessionen<br />
<strong>Hymne:</strong> Uhuru na Umoja (Freiheit und Einheit)<br />
<strong>Sprache:</strong> Kisahwatu, Mahadira, u.v.a.m.<br />
<strong>Alphabetisierung:</strong> 23,8%<br />
<strong>Lage:</strong> Südlich von Targa im Norden von Nerica (CartA) / im Zentrum von Jadaria (OIK)
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>- aus dem &#8220;Internationalen Handbuch&#8221; der Intesa Cordiale, Fezzan 2009 </em></p>
</blockquote>
<p><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/pjdzxkr9.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/pjdzxkr9.jpg" alt="Karte1" width="100" height="75" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Eine wackelige Demokratie sucht ihren Weg</h3>
<p><strong>&#8220;In Anbetracht der Tatsachen, dass die Kijanibondesische Republik nur knapp den Fängen des Ursurpator Ngali entronnen ist im Geiste des Friedens und der Freundschaft geben sich die kijanibondesischen Völker, namentlich das Volk der Targer, der Watu, der Wasaka, der Mahawa, der Maa, der Kilia und der Djedkare und aller anderen Völker die treu zur Republik Kijanibonde stehen vertreten durch das kijanibondesische Parlament und die Regierung, folgende demokratische und rechtsstaatliche Verfassung, auf dass nie wieder Unrecht auf kijanibondesischen Territorium getan wird.&#8221;</strong> &#8211; <em>Präambel der Verfassung der Zweiten Kijanibondesischen Republik.</em></p>
<p>Die Republik von Kijanibonde konstituiert sich als präsidiale Republik, deren Präsident eine starke Rolle in der Gesellschaft und Politik einnimmt. Während der langen Geschichte der Republik von Kijanibonde regierten die Präsidenten Kijanibondes jedoch häufig mehr wie gewählte Könige und verhielten sich kaum wie demokratisch-legitimierte Staatsoberhäupter. So hat sich eine Tradition gebildet, in welcher der Präsident den starken Männer darstellt, der die einzelnen Kräfte des Landes zusammenhält. So lässt sich sagen, dass die Herrschaften in Kijanibonde sich zwischen Institutionalisierung und Charismatischer Herrschaft befinden. Das Parlament ist in der Öffentlichkeit im Vergleich zum Präsidenten marginal präsent und Aufstieg und Niedergang eines Präsidenten hängt nicht von Mehrheiten innerhalb des Parlaments ab, sondern von der Stimmung in der Bevölkerung. Viele Präsidenten scheiden entweder aus Altersgründen oder durch einen Volksaufstand aus dem Amt.<br />
Zurzeit gibt es 3 größere Bewegungen und Parteien innerhalb von Kijanibonde, die Einfluss im ganzen Land haben. Kushoto Chama kwa Umma, die sogenannte Sozialistische Volkspartei, welche sich für eine vollkommene politische und wirtschaftliche Loslösung von Targa einsetzt und die Targer als die nächsten Besatzer und Tyrannen nach der Diktatur des verrückten Despoten Ngali, der sich selbst zum Kaiser krönte sieht. Weiters die Kitaifa Wokovu Kundi, die Nationale Wohlfahrtspartei des Präsidenten Mjinga, der mit einem konservativen Programm und sanfter Zentralisierung antritt um die Unterschied zwischen den Ethnien zu verwischen und ein Kijanibondesisches Nationalgefühl herstellen will. Als dritte Partei ist die Upatanishi, Versöhnung im Land präsent. Sie stellt sich als Partei der Mitte und der Unterschicht und unteren Mittelschicht dar, sie rekrutiert sich stark aus der ländlichen Bevölkerung und den Traditionalisten in den Stämmen, da sie einen mäßigen Föderalismus propagiert. Wirtschaftlich hat sie jedoch deutliche Merkmale einer linken Wirtschaftspolitik.<br />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/birf6ubd.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/birf6ubd.jpg" alt="Karte1" width="100" height="44" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Geschichte vielfältig wie das Land</h3>
<p>Die noch junge Nation Kijanibonde blickt bereits auf eine sehr lange und wechselhafte Geschichte zurück. So belegen einige Funde von targischen Archäologen, welche im frühen 20. Jahrhundert in Jangwapori weitläufige Grabungen anstellten, dass Kijanibonde wohl bereits seit Urzeiten von Menschen und deren Vorgängern bevölkert war. Einige Historiker behaupten sogar, dass in Kijanibonde die Wiege der Menschheit läge. Schlüssige Beweise für diese Behauptung lassen sich jedoch nicht finden. So ist die Theorie, dass der Siegeszug des Menschen von Kijanibonde aus seinen Anfang genommen hat bisher eine Theorie von vielen.</p>
<p>Bereits früh, war Kijanibonde Ziel von Wanderungs- und Migrationsbewegungen, die Watu heute eine der dominierenden Ethnien beispielsweise wanderte beginnend circa 1100 nach Asada/Christus ein. Diese Neuankömmlinge traten auf den Plan als gerade das Volk der Mahawa, Stadtstaaten gebildet hatte und seine Hegemonie über einen Großteil des Gebietes des heutigen Kijanibonde sicherte. Doch die Watu drängten die Mahawa zurück und so konnte sich abermals keine stabile Nation bilden, das Land war weiterhin in verschiedene Reiche zersplittert, die sich gegenseitig bekriegten.<br />
Die Gefangenen und zivilen Opfer dieser Kriege wurden meist als Sklaven verkauft und dienten somit, als lukrative Einkommensquelle um den Luxus der Fürsten der Stadtstaaten zu finanzieren und deren Armeen auszubauen. Hauptabnehmer der Sklaven war das Königreich Targa, welches mit der Zeit selbst begann Handelskontore in Kijanibonde einzurichten und eigene Sklavenjägertrupps rekrutierten, welche auf die Sklavenjagd spezialisiert waren. Ein in Targa einsetzender Humanismus und eine Anti-Sklaverei-Bewegung bewog das Königreich Targa selbstbewusst und gerade in einer der Blütezeiten seiner Macht die Sklaverei in Kijanibonde abzuschaffen und eroberte das Land, das heute die Grenzen von Kijanibonde markierte. Diese Eroberung ging teils mit diplomatischen teils mit militärischen Mitteln voran. Die Strategie Targas bestand darin das Land sukzessive zu übernehmen. Dazu wurden die unterlegenen Ethnien mit Technik und Mitteln aus Targa gestärkt und dafür sozusagen für die Sache Targas gekauft. So verbündeten sich die marginalisierten Völker und die Stämme der Urwälder mit den targischen Eroberern.<br />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/kija.gif"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/kija.gif" alt="Karte1" width="100" height="68" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Targa &#8211; Besatzungs- oder Schutzmacht?</h3>
<p>Die Targer änderten recht wenig am Machtgefüge in Kijanibonde, sondern kümmerten sich nur darum die Sklaverei abzuschaffen, was auch Großteils gelang und die verschiedenen Stämme zu trennen und den Burgfrieden zwischen ihnen zu erhalten um die eigenen wirtschaftlichen Interessen Targas nicht zu gefährden. Es folgte wirtschaftlicher und kultureller Austausch zwischen beiden Gebieten, der sowohl Targa als auch Kijanibonde nachhaltig beeinflusste. So wurden einige Glaubenvorstellungen ausgetauscht und einige Missionare des Christentums fassten in Kijanibonde Fuß.</p>
<p>Mit dem Zusammenbruch des targischen Kolonialreichs und dem nachlassenden Einfluss Targas in Kijanibonde zersplitterte das Land wieder in verschiedene Reiche, welche nun teilweise dank Targa ethnisch getrennt waren. Wieder entbrannte der Kampf um die Vorherrschaft zwischen Mahawa und Watu. Doch dieses Mal scheinbar von den ehemaligen Kolonialherren inspiriert versuchten beide Seiten die anderen Ethnien an sich zu binden und Allianzen zu schmieden, was jedoch wenn überhaupt nur temporär gelang. Nach einem lange anhaltenen Krieg, der in einem blutigen und für beide Seiten verlustreichen Patt endete beschlossen die Ethnien Kijanibondes einen Neuanfang und bildeten den Grundstein für die heute bekannte Republik Kijanibondes.<br />
Eine Föderation der Reiche entstand und eine Vorläuferform eines Parlament wurde gebildet. Jeder Häuptling einer Ethnie bekam je nach der Größe des von ihm beherrschten Volkes eine gewisse Anzahl an Stimmen im Rat und so wurden erste gemeinsame Gesetze und Aktionen beschlossen. Mit Demokratie hatte diese Form des Staates reichlich wenig zu tun, da alle Stammeshäuptlinge und Führer von Ethnien patriarchalische Herrscher waren. Jedoch kam es nach einiger Zeit, dass die im Frieden entstandene Schicht aus Großhändlern, Großgrundbesitzern und Großbürgern aus dem Gebiet der Küste einen stetig steigenden Einfluss erlangten und nun Mitsprache im Rat der Häuptlinge verlangten. Die Einführung eines Zensuswahlrechtes war die Folge. Während dieser langen Zeit des inneren und äußeren Frieden kam es kaum zu Änderungen des Wahlrechtes.</p>
<p>In der Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder zu Volksaufständen in den Städten, wo sich die Bevölkerung bereits vermischt hatte. Diese Aufstände wurden von findigen Demagogen verwendet und instrumentalisiert um sich Macht zu erkämpfen. So brachen immer wieder bürgerkriegsähnliche Aufstände aus, die von den dem Ancien Régime kaum niedergeschlagen werden konnten. Tasumbu Kasavubu war es, der dann die Gunst der Stunde wirklich zu nutzen wusste und sich an die Macht kämpfte nachdem er in einigen Schlachten die Truppen der Stammeshäuptlinge besiegen konnte.</p>
<p>Er rief die Kijanibondesische Republik aus und erklärte sich als Einiger der Stämme zum Präsidenten auf Lebenszeit. Nach seinem Tod folgte ihm ein Ministerrat aus früheren Vertrauten nach, welcher zögerlich eine Öffnung der Politik und eine Demokratisierung einleitete, welche das Land Richtung Präsidiale Republik lenkte. Es folgten abwechselnd Phasen der Demokratie und Diktatur, an der Staatsform der Republik wurde jedoch pro forma bis zu Sese Mobuto Ngali nicht gerüttelt.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">MIG-LEBENSBILDER</h4>
<p style="text-align: justify;">Es ist die Hölle, der Smog, die Hitze und der unerträgliche Lärm. Das ist Mjini kwa Pwani bei Tag und bei Nacht. Bei Nacht ist es nur gefährlicher, mal abgesehen von den Banden sind die urbanen Wahlkämpfer aller Parteien auch nicht unbedingt gerade für Empathie und Feingefühl bekannt. Aber eines muss ich sagen der Schwarzmarkt blüht genauso wie der Drogenhandel. Ich will mir gar nicht vorstellen was für chemische Dinge da verkauft und zusammengebraut werden. Arbeitslosigkeit? Nun was soll ich sagen, wer nicht die richtigen Leute kennt, tja der muss halt sehen wie er überlebt jeden Tag ein neuerlicher Kampf. Ob sich etwas zum Besseren ändert? Ja hier und da kann sich jemand etwas leisten was uns das alltägliche Leben erleichtert. Man hilft zusammen, ansonsten ist es schwer sich zu behaupten. Wie die Herrschaft wie Ngali war? Schlimmer, immer wieder haben sie irgendwen abgeführt, grundlos. Auf Verdacht, keiner hat darüber gesprochen wie es war als sie zurückgekommen sind, wenn sie zurückgekommen sind. Wie ich die Präsidentschaft Mjinga/Sowande finde? Besser als Ngali. Ich war nicht wählen, alles ein und dasselbe, die Probleme, die uns wirklich bedrücken werden die wohl kaum lösen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>- Ein Bewohner der Stadt Mjini kwa Pwani </em></p>
</blockquote>
<p><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/xfsuxfsh.jpg"><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/xfsuxfsh.jpg" alt="Karte1" width="100" height="132" align="left" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Alte Geister und neue Mischungen</h3>
<p>Die Urreligionen Kijanibondes sind grundsätzlich schamanistischer und animistischer Natur, starke Einflüsse erhielten die Naturreligionen Kijanibondes dann durch das Bab Illuh und das Christentum, welches Fuß in Kijanibonde fasste und nun eine der großen Religionen des Landes darstellt. Die Mission des Christentums erfolgte von der Küste und weitete sich bis ins Binnenland aus. Erfolgreich waren diverse Missionare jedoch nicht immer und vor allem in der Landbevölkerung hatte das Christentum kaum Erfolge der Bekehrung zu verzeichnen.</p>
<p>Jedoch selbst nominelle Christen weichen von der Norm in Kijanibonde ab und so sind verschiedene synkretische Religionen entstanden, in denen christliche Heilige mit kijanibondesischen Göttern gleichgesetzt und Vodoo als eine Form des Wirkens des heiligen Geistes angesehen wird. Ein christlicher Missionar beschrieb die Situation so: &#8220;Viele sitzen jeden Sonntag in der Messe, und nehmen die heilige Kommunion in Empfang. Am Nachmittag besuchen sie dann den örtlichen Schamen und bitten um den Segen der Geister und Ahnen.&#8221;</p>
<hr />
<a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png"><img class="alignleft size-full wp-image-10" title="logo-klein" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png" alt="logo-klein" width="18" height="26" /></a><a href="http://kartographie.be/targa/kijanibonde_09_end.png" target="_blank">Gesamtkarte Kijanibonde</a>, 2009, novaTOPO für MIG</p>
<hr /><em>(c) 2009, <small>Magazine Imperiale di Geografia</small></em></p>
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		</item>
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		<title>Der Jakobsmuschelweg</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>De Rossi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[GRAN NOVARA]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Jakobsmuschelweg ist ein wichtiger historischer Pilgerweg der Novarisch-Katholischen Kirche. Er führt von San Benedetto an der Baia di Mangare entlang nach Vikario.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Der Jakobsmuschelweg ist ein wichtiger historischer Pilgerweg der Novarisch-Katholischen Kirche. Er führt von San Benedetto an der Baia di Mangare entlang nach Vikario. Die Entdeckung einer historischen Routenkarte in den Archiven des Vikario nehmen wir zum Anlass, und dem Jakobsmuschelweg eine große Reportage zu widmen.</em><span id="more-25"></span><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/art2.jpg" alt="Karte1" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Pasta-Küste</h3>
<p>Die Wallfahrt besteht seit dem Mittelalter und wird 1182 in den Annalen der Abtei von San Benedetto erstmals urkundlich erwähnt.<br />
Viele Orte an der Baia di Mangare gehen auf den Pilgerweg zurück, und entwickelten sich aus den zahlreichen Pilgerstationen. Legendäre Ortsnamen wie Lasagna, Spireli oder Fusili gehen auf den Brauch zurück, während der Pilgerreise möglichst viele Jakobsmuscheln zu verspeisen. Um der Abwechslung genüge zu tun, spezialisierten sich die Pilgerstationen auf die verschiedensten Zubereitungsarten &#8211; hauptsächlich Pasta &#8211; und erhielten dadurch ihren Namen, welche noch heute in den Ortsbezeichnungen zu finden sind.</p>
<p>Der übermäßige Jakobsmuschelverzehr hatte nicht nur Auswirkungen auf die Potenz der Wallfahrer, ein Umstand der sich bei den pausenlosen Orgien am Ziel in der Magdalenenstadt bezahlt machte, sondern führte schnell dazu, dass die Jakobsmuschel an den novarischen Küsten der ladinischen Bucht innerhalb eines Jahrhunderts ausgerottet wurde. Die Meeresfrucht mußte aus immer weiteren Entfernungen an die Pilgerroute gebracht werden, bis Angelo di Jacobu anfang 1755 eine Methode entdeckte, die Muschel in Gefangenschaft zu züchten.<br />
<img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/art1.jpg" alt="Karte2" width="100" height="250" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Weg ist das Ziel</h3>
<p>Die Wallfahrt zu Ehren der Gründerin der Novarisch-Katholischen Kirche &#8211; Maria Magdalena &#8211; beginnt heute in der Cattedrale di San Benedetto sacro Santa Maria Maddalena. Vor 900 Jahren war eine Kapelle an ihrer Stelle der Sammelpunkt der Gläubigen, bis im Jahre 1550 die bedeutende Kathedrale erbaut wurde. Über Capa Sola und Canelloni geht es nach Spirelli, dem ersten wichtigen Halt der Pilgerreise. Dort steht ein Pilgerkreuz an der Stelle, an der vor 1100 Jahren ein gewisser Abt Bruno ein riesiges Signalfeuer errichtete, um verirrte Fischer aus einem schrecklichen Sturm zu lotsen.<br />
Nach einem meditativen Aufenthalt in Spirelli brechen die Pilger nach Ricotta auf, um der Magdalenenreliqie im örtlichen Duomo die Ehre zu erweisen. Weitere Stationen sind Lasagna, Fusili und Castore, alles Orte mir bedeutenden Kirchen und hervorragenden Herbergen. Auf dem letzten Stück machen die Pilger einen Abstecher nach Isonzo und Liva, um dort ihre letzten Jakobsmuschelmahlzeiten einzunehmen, bevor sie in der heiligen Stadt Citta di Vikario eintreffen, und in der dortigen Magdalenenstadt an Orgien und Messen teilzunehmen.<br />
Insgesamt führt der Weg fast 300km an der novarischen Ostküste entlang. Die Reisezeit ist unterschiedlich, und unterliegt den individuellen Neigungen der Reisenden. Letztendlich hat der Pilgerpfad seine Bedeutung in der Analogie zur Lebensgeschichte Maria Magdalenas. Die einstige Hure irrte lange als hedonistische Gottesfrevlerin durch das Land, umgeben vom Reichtum und Pomp ihrer Freier, bis sie ihren Lebensweg als Weg zu Gott erkannte und die Sünde als festen Bestandteil des Lebens und des Glaubens manifestierte.<br />
<img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/art5-kl.jpg" alt="Karte3" width="100" height="75" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Steter Stein baut die Kirche</h3>
<p>Eine Besonderheit der Reise, und eine ihrer wichtigsten Stationen, ist die Kathedrale von Castore. Besser gesagt, das was sie mal werden soll. Als die alte Stadtkirche im Jahr 1803 ein Opfer des großen Stadtbrandes wurde, machten die Bürger aus ihrer Finanznot eine Tugend, und gaben die Losung heraus, dass jeder Pilger ab sofort einen Stein für den Bau der neuen Kathedrale mitzubringen habe. Als Dank erhält jeder Pilger von der Stadt eine warme Mahlzeit ohne Jakobsmuscheln, was ebenfalls ein Novum ist. So geschieht es seitdem, und die Kathedrale wächst von Jahr zu Jahr und setzt sich aus Steinen aus dem ganzen Reich zusammen.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">HISTORISCHE LEBENSBILDER</h4>
<p style="text-align: justify;">Porca Misera! Herr, was hab ich getan, dass du mich so bestrafst? Habe ich mich versündigt in Gedanken und Tat? Eine Magenverstimmung auf dieser Reise? Sag Herr ist der Magen nur Ablenkung vom Geistigen und dir oder warum, strafst du die frommen Pilger mit diesem einseitigen Muschelfrass? Was hat die Menschheit verbrochen? Verzeih meine Worte, aber das gibts doch nicht? Muscheln mit Pasti, Muscheln mit Pasti und der Vino! Selbst der schmeckt irgendwie nach Muscheln! Und die Weiber sehen aus wie welche! Nachts Herr, ich träume von Muscheln! Und dann diese Magenverstimmung, Muscheln und Magenverstimmung, was habe ich nur getan, dass ich das verdiene. Die Landschaft ist zwar ganz schmuck, aber&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>- Auszug aus „Epistolas di Fratello Mario di Cozza“ </em></p>
</blockquote>
<p><img style="margin: 10px;" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/09/art3-kl.jpg" alt="Karte3" width="100" height="75" align="left" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Am Ziel &#8211; Die Villa Maria Magdalena</h3>
<p>Im Jahr 53 n.Chr wurde mit dem Bau der Villa begonnen und Mitte des Jahres 54 nChr. abgeschlossen. Sie sollte eine Zufluchtsstätte für Verfolgte Christen sein. Ihr Standort war weit außerhalb der medianischen Städte in einer kleinen Bucht in der Ladinischen Bucht. Maria Magdalena wurde die erste Hausherrin und bewirtschaftete die Gäste mit ihrer mütterlichen Liebe.<br />
Nach dem Tod Maria Magdalenas nahm der Strom an Besuchern weiter zu. Pilgerwege zu ihrem Grab entstanden aus dem gesamten novarischen Raum. Erst als die Novarisch-Katholische Kirche sich als Hauptkirche der novarischen Völker behaupten konnte und die sich institutionalisierte, entstanden offizielle Wallfahrtswege. Der Weg zwischen den beiden ältesten und mächtigsten Erzbistümern &#8211; San Benedetto und Vikario &#8211; wurde 1239 zum Hauptpilgerweg der Kirche erklärt und ihm die Magdalenenwallfahrt zuerkannt.<br />
Damit begann der Aufstieg des Jakobsmuschelwegs, und der Mythos hält bis heute an. Ob Maria Magdalena tatsächlich einst auf ihm wandelte ist nicht historisch verbrieft, er er kann durchaus die Route eine ihrer zahlreichen Missionsreisen zu den targischen Wüstenstämmen gewesen sein.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Jakobsmuschel</h3>
<p>Die Kalkhänge der Provinzen Sersale und Vikario wurden vor Urzeiten gebildet, als die ursprünglich zum Medianik offene Ladinische Bucht durch Erdverschiebungen von diesem beinahe abgeschlossen wurde. So geschah es, dass ehemal suaquatische Böden und Sedimente ins sich bildende Gebirge gelangten.In späteren Zeiten fanden Pilger immer wieder die Versteinerungen von Muscheln, darunter auch von Jakobsmuscheln.<br />
Da jeder Pilger so viele Jakobsmuscheln als möglich als Zeichen seiner Pilgerschaft sammeln soll, gelten auch und gerade diese Versteinerungen als Gottesbeweis.<br />
Allerdings geschah es relativ häufig, dass findige Einheimische diese Versteinerungen fälschten. Eine Tätigkeit, die sie zu grosser Kunstfertigkeit entwickelten. So sehr wurde diese Kunstfertigkeit ausgebildet, dass es hierüber sogar zu einem wissenschaflichen Skandal kam, als eine Sammlung des Fürsten Giacomo di Marati aus dem Jahre 1783 im Jahre 1997 als Fälschung entlarvt und gleich drei Grossbände über die Klassifizizierung von Fossilien als offenbar unstimmig aus den Bibliotheken entfernt werden mussten.</p>
<hr /><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png"><img class="alignleft size-full wp-image-10" title="logo-klein" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png" alt="logo-klein" width="18" height="26" /></a> <a href="http://www.gran-novara.de/geo/jakobsmuschelweg.png" target="_blank">HISTORISCHE ROUTENKARTE</a>, ca. 1678, Erzbischöfliches Archiv zu Vikario</p>
<hr /><a href="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png"><img class="alignleft size-full wp-image-10" title="logo-klein" src="http://mig.kartographie.be/wp-content/uploads/2009/06/logo-klein.png" alt="logo-klein" width="18" height="26" /></a><a href="http://www.gran-novara.de/geo/jakobsmuschelweg_modern.png" target="_blank">INFOKARTE JAKOBMUSCHELWEG</a>, 2009, novaTOPO für MIG</p>
<hr /><em>(c) 2009, <small>Magazine Imperiale di Geografia</small></em></p>
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